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METHODEN DER ARBEIT

 

 

SELBST-BEOBACHTUNG

 

 

Die Praxis der Selbst-Beobachtung und der Selbst-Erinnerung sind die zwei Hauptpfeiler der Gurdjieff-Arbeit.

 

Selbst-Beobachtung ist das fundamentale Medium des Selbststudiums. Die Selbst-Beobachtung, wenn sie korrekt ausgeführt wird, beginnt unsere innere und äußere Situation zu enthüllen - unsere zwei gegensätzlichen Naturen, unseren Mangel an Aufmerksamkeit, unsere Mechanität, die Disharmonie unsere Funktionen und Fähigkeiten und warum alles in unserem Leben einfach nur „geschieht“.

 

Die Selbst-Beobachtung bekommt einen größeren Wert, wenn wir einiges an theoretischem Wissen über die menschliche Maschine erwerben, ihre Funktionen, ihre wesentlichen Organe und deren Verbindungen. Beispielsweise spricht Gurdjieff davon, dass wir drei Zentren oder Funktions-Schwerpunkte haben: Denken, Fühlen und instinktiv-motorische Funktionen. Über die Selbst-Beobachtung können wir diese Idee verifizieren und feststellen, welche Assoziation oder welcher Impuls aus welchem Zentrum kommt oder welches Zentrum davon beeinflusst wird.

 

Wenn ich mich und meine Funktionen beobachte, ist es unabdingbar eine objektive Haltung einzunehmen. Diese wird möglich durch eine korrekte Wertschätzung für das Ziel des Erwachens. Ganz klar gesagt, ich muss wissen, was hilft mir zu erwachen und was bringt mich in den Schlaf? Wie Gurdjieff sagte: Wenn ein Mensch sich in Gefangenschaft befindet hat er nur ein Ziel – Freiheit. Wenn er also in seiner Zelle sitzt, wie nimmt er jedes Ding, jeden neuen Eindruck auf? Nach welchem Kriterium? Wenn Sie fähig sind hier innezuhalten und für einen Moment nachzudenken

 

 

SELBST-ERINNERUNG

 


Gurdjieff zufolge ist die echte Selbst-Erinnerung oder das Gewahrsein des eigenen Daseins und der mechanischen Existenz, der prinzipielle Prozess, der die gesamte Praxis der Arbeit durchdringt und mit einer erweckenden Kraft ausgestattet ist.

 

Selbst-Erinnerung ist das Selbe wie sich seiner Selbst bewusst werden – „Ich bin“: Gurdjieff deutete an, dass dies weder psychische Funktionen, Gedanken, noch Gefühle voraussetzt; es ist ein spezieller Zustand einer teilweisen, aber fortwährenden Transformation des Bewusstseins.

 

Ein charakteristischer Zug der Selbst-Erinnerung ist die geteilte Aufmerksamkeit, die gleichzeitig auf das Objekt und uns selbst gerichtet ist.

 

Es bleibt die wichtige Frage wie man sich seiner selbst erinnert, wie gelangt man in diesen Zustand größerer Bewusstheit? Der erste Schritt dahin ist das Erfassen der Tatsache, dass wir im Wesentlichen unbewusst sind, dass wir schlafen; und wir müssen diese Tatsache vollständig akzeptieren. Wenn die Akzeptanz dieser Tatsache, dass wir uns nicht unserer selbst erinnern können, in uns ständig vorhanden ist, dann erhalten wir vielleicht die Chance uns unserer selbst zu erinnern.

 

Wir beginnen die Annäherung an die Selbst-Erinnerung mit Hilfe des Verstandes. In der Realität jedoch ist dieses Phänomen keine intellektuelle Anstrengung auf den unteren Ebenen. Es erscheint durch Aufmerksamkeit, die auf Gedanken, Gefühle, Empfindungen gerichtet ist, durch die Kombination von Willen und ständiger Anstrengung, die im zunehmenden Maße Momente von Selbst-Gewahrsein erzeugen und intensiver werden. P.D. Ouspensky schrieb:“Um die Selbst-Erinnerung vollständiger zu erleben, ist ein hohes Maß an emotionaler Energie notwendig“.

 

Das Resultat der Selbst-Erinnerung ist das Gewahrsein des eigenen, erwachten Bewusstseins und mit der Zeit, des eigenen permanenten „Ich“.

 

 

HEILIGE GLEICHUNG

 

 

Die Heilige Gleichung ist eine Praxis der Anrufung, die von Gurdjieff das Gebet der Heiligen Bejahung genannt wurde.

 

  • Heiliges Bejahen
  • Heiliges Verneinen
  • Heiliges Versöhnen
  • Verkörpert Euch in mir
  • Für mein Sein

 

Gurdjieff glaubte, dass dies eines der universalen Gebete ist, in Verbindung mit dem Gesetz der Drei, die der Menschheit gegeben wurden. Verneinung existiert in jeder Situation im Leben. Die Bedeutung der Bejahung führt zu der Notwendigkeit eine bewusste, spirituelle Anstrengung zu machen. Dies steht im Zusammenhang mit dem Akzeptieren und Überwinden der eigenen Trägheit oder Schlafes. Die Heilige Versöhnung darf nicht nur als etwas Abstraktes begriffen werden, sondern muss ihren Ausdruck als eine Kraft finden, die bis in unser Innerstes dringt.

 

Nach Gurdjieff kann die Verwirklichung des Gesetzes der Drei in einem menschlichen Wesen wie folgt formuliert werden: „Das Höhere verschmilzt mit dem Niederen, um das Mittlere hervorzubringen; welches dann zum Niedrigen für das nächst Höhere oder zum Höheren für das nächst Niedrigere wird.“

 

 

ABSICHTLICHES LEIDEN 

 


Gurdjieff glaubte, dass die Spannung, die unweigerlich zwischen unseren bewussten und den unbewussten Teilen entsteht, gebraucht werden kann und auch gebraucht werden sollte. Der Mensch, der nach Erweckung strebt, muss versuchen jedes mögliche Mittel für diese Arbeit zu gebrauchen, einschließlich des ganzen Spektrums des Leidens. Der schlafende Mensch leidet blind und ohne Hoffnung, dass heißt unbewusst.

 

Ein richtiges Verstehen und Anwenden dieser Methode kann zu einer Transformation von Energien und einer zu Veränderung des Wesens führen.

 

In einem seiner Gespräche sagte Gurdjieff:“ Man braucht Feuer. Ohne Feuer wird es nichts geben. Dieses Feuer ist Leiden, absichtliches Leiden, ohne das es unmöglich ist etwas zu schaffen. Man muss sich vorbereiten, muss wissen was einen Leiden lässt und wenn es soweit ist, muss man es gebrauchen.“

 

 

BEWUSSTES BEMÜHEN

 

 

Bewusste Arbeit – bezeugte anhaltende Anstrengung – intelligent angegangen, eingeschätzt und verbessert auf einer fortführenden Basis – Anstrengungen, die etwas bewirken, werden die Faulheit besiegen und innere und äußer Welt verbinden. Diese Anstrengungen müssen zu einem gründlichen und genauen Selbst-Studium beitragen. Wenn wir den Wechsel unserer Ich’s und unserer inneren Zuständen beobachten, beginnen wir die Wirkung kosmischer Gesetze zu sehen, wie sie durch bewusste und mechanische Kräfte in uns interagieren. Bewusstes Bemühen ist der erste Schritt weg vom Fluch der Selbst-Beruhigung.

 

 

ERKENNEN DES INDIVIDUELLEN ZIELES

 

  

Jedes menschliches Wesen, das zur Tradition des „Vierten Weges“ gehört, muss entweder ein persönliches Ziel haben oder sich eines schaffen. Echter Fortschritt ist ohne Zweck und zugrundeliegendes Ziel nicht fassbar. Wenn wir nach geborgten Zielen streben riskieren wir Selbsttäuschung. Ein generelles Ziel der Arbeit gibt Stärke, aber kann das individuelle Ziel nicht ersetzen, das damit verbunden sein muss.

 

 

DIE FÜNF SEINS-VERPFLICHTUNGEN

 

 

Die fünf Seins-Verpflichtungen in sich zu kultivieren und zu unterstützen, ist eine der Seins-Pflichten des Menschen, der in der Arbeit voranschreiten will. Gurdjieff schrieb die folgenden Formulierungen Ashiata Shiemash zu, einer mythischen Figur aus seinem Hauptwerk „Beelzebubs Erzählungen“.

 

Das erste Streben — in ihrer gewöhnlichen Seins-Existenz alles für ihren planetischen Körper wirklich Notwendige zufriedenstellend zu haben.“

 

Das zweite Streben — immer ein unablässiges instinktives Bedürfnis nach Selbstvervollkommnung im Sinne des Seins zu haben.“

 

Das dritte Streben — das bewusste Streben, die Gesetze der Weltschöpfung und Welterhaltung immer mehr und mehr kennenzulernen.“

 

Das vierte Streben, — so bald und so rasch als möglich die Schuld für ihr Entstehen und die Individualität ihrer Existenz abzuzahlen, um danach frei zu sein, soviel als möglich den Kummer UNSERES GEMEINSAMEN VATERS erleichtern zu helfen.“

 

Das fünfte Streben — das Streben, der schnelleren Vervollkommnung anderer Wesen, sowohl der uns ähnlichen als auch der Wesen anderer Formen beizustehen, bis zu dem Grade des heiligen Martfotai, das heißt, bis zum Grad der Selbst-Individualität.“

 

 

MOVEMENTS

 

 

In einem Vortrag von 1923 sagte Gurdjieff: „Movements, die als Teil der Arbeit betrachtet werden, können in folgende Kategorien eingeteilt werden:

  • diejenigen, in denen die besonderen Eigenheiten des Menschen berücksichtigt werden, nicht nur die heutigen, sondern auch diejenigen, die aller Wahrscheinlichkeit nach noch auftauchen werden
  • wenn der Atem an den Movements beteiligt ist
  • wenn das Denken an den Movements teilnimmt
  • wenn die alten, konstanten und unveränderlichen Elemente des Menschen an den Movements teilhaben

Nur wenn die Movements mit den eben aufgezählten Punkten in Verbindung stehen, können sie im normalen, alltäglichen Leben nützlich sein.“

 

Gurdjieff, der ein bemerkenswertes Talent auf diesem Gebiet besaß, nutzte viele Methoden, einschließlich, mit großer Intensität, die von ihm geschaffenen Movements, die zu einer Musik ausgeführt wurden, die er und Thomas de Hartmann komponierten. Während der Ausführung der Movements, unter Gurdjieff’s Anleitung, war es möglich Fähigkeiten der Konzentration und des Gebetes zu erlangen, sowie Informationen über die spezifischen Charakteristiken der eigenen „menschlichen Maschine“.

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